DL5BO

Ham Radio, Amateurfunk aus JO43BJ

Koppler für QRO: Harris RF-601A

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Wer ihn hat, lässt ihn nicht wieder gehen.

Diese Koppler passen automatisch an und vertragen Leistungen bis 1500W. Genug also, um sich keine Sorgen mehr machen zu müssen. Da es sich dabei um militärisches Gerät handelt, sind sie entsprechend robust aufgebaut und Ersatzteile sind, bis auf die HF- Komponenten, sehr einfach zu bekommen.

Der RF-601 besteht in seiner Basis aus drei Komponenten: einem Bedienteil (in meinem Fall RF-601A/C), einer Außeneinheit RF-601A/CU und einem Steuerkabel dazwischen. Zusätzlich gibt es optional noch weitere Teile, wie beispielsweise einen Käfig zum Transport und mit einem Antennenfuß versehen, einen so genannten ‚Long Wire Adapter‘ RF-625 & RF-625A und für den Betrieb mit abweichenden Sendern noch eine Steuerlogik, welche aber selbst aufzubauen ist. Die Schaltungen sind aber im Handbuch hinterlegt.

Durch einen Glücksfall konnte ich über eine Online-Handelsplattform einen Satz erstehen. Das Verbindungskabel mit Steckern fehlte allerdings.Hier hat mir netter Weise Manfred, DJ6LM, ausgeholfen.

Da ich bereits einen RF-615 betreibe, welcher recht ähnlich ist, waren die Geräte also nicht ganz neu für mich. Allerdings gibt es ein paar Unterschiede. Im Gegensatz zum RF-615 wird der RF-601A mit Wechsel-, statt mit Gleichstrom betrieben. Beim RF-615 sind es etwa 24V=, beim RF-601A mit meinem Bedienteil sind es 115V~ @ 48Hz – 400Hz. Das hängt von dem eingebauten Transformator ab.Beim RF-615 wird auch das HF- Signal über das Bedienteil geführt, beim RF-601 nicht. Da beim RF-615 das HF- Signal durch das Bedienteil geführt wir, gibt es dort Schaltungen, die den Sender während des Abstimmens oder im Fehlerfall vor hohen VSWR schützen. Diese müssen für den RF-601 durch zusätzliche Schaltungen erst aufgebaut werden.Zu guter Letzt wäre noch die Leistung zu nennen, für die diese Koppler ausgelegt sind. Wird der RF-615 mit immerhin 400Watt AM angegeben, so sind es beim RF-601A ganze 1000 Watt „average and PEP“!
Es gibt zwar noch weitere Unterschiede, aber die sind nicht ganz so entscheidend.

Dadurch, dass das Bedienteil 115V~ verlangte, musste entweder dessen Trafo ausgetauscht werden, oder für den Betrieb an 230V~ ein Trafo vorgeschaltet werden. Da ich ohnehin die bereits erwähnten Schaltungen aus dem Handbuch aufbauen wollte, wofür ich ein Gehäuse bräuchte, entschied ich mich für einen Vorschalttrafo, sodass das Bedienteil im Originalzustand bleiben konnte. Wenn man aber schon ein zusätzliches Gehäuse verwendet, durch dass die Hochfrequenz geführt wird, dann kann man auch ein VSWR Meter dort einbauen, ….

Das Projekt wuchs noch bevor der Koppler im Haus war.

Darum kamen das Bedienteil und das zusätzliche Gehäuse, wie mein Funkkoffer, in einen 5HE Rack- Koffer. Wenn man dann schon dabei ist, dann kann man das Ganze auch gleich optisch auf einander abstimmen.

Es wuchs weiter.

Außerdem wollte ich mich schon immer an einem digitalen VSWR Meter auf Arduino- Basis versuchen. Also gab es einen weiteren Schwierigkeitsgrad.

Als Leergehäuse kommt ein Adam Hall 87408V zum Einsatz. Zusammen mit dem Bedienteil ist der Koffer dann also voll. In die Front kommen folgende Elemente:

  • eine UHF Eingangsbuchse
  • eine Anzeige, dass das Dämpfungsglied (Zusatzschaltung) aktiv ist
  • eine Aussparung für ein 16x2 LCD als VSWR Meter
  • ein Kippschalter für die Auswahl des Messbereichs (ja, händisch)
  • eine Cinch- Buchse als PTT Eingang
  • eine Betriebsanzeige
  • eine Kaltgerätebuchse

Die Rückseite wird mit folgendem bestückt:

  • eine UHF Ausgangsbuchse
  • eine Cinch- Buchse als PTT Ausgang
  • eine Kaltgerätebuchse
  • eine Netzsicherung
  • ein Kaltgeräteeinbaustecker mit Schalter

In das Gehäuse kommen folgende Dinge:

  • eine VSWR Messbrücke bis 3kW (von eb104 erworben)
  • ein schaltbares 3dB Dämpfungsglied
  • ein Arduino Uno mit äußerer Beschaltung
  • ein DC/DC- Wandler für den Arduino
  • ein 24V= Netzteil
  • ein Spartrafo 230V~ nach 115V~

Für die Bearbeitung der Frontplatte will ich mich erneut ganz herzlich bei Joachim, DD0ZP, bedanken. Wie schon beim Funkkoffer hat er mir wieder sehr geholfen.

Die Front wird dann in Anlehnung an den Funkkoffer farblich gestaltet.

Hier ist schon mal die Frontplatte im bearbeiteten Rohzustand zu sehen.

 

Fortsetzung folgt.

Fail-Safe von Punkt zu Punkt

Das geht nur mit Funk.
Ohne einem Staat, Providern oder Hackern ausgeliefert zu sein.

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Amateurfunk

Das ist mehr als nur das sprechen ins Mikrophon. Im Gegenteil. Vielmehr ist es ein Ergebnis aus dem Zusammenspiel vieler Disziplinen, die gemeistert wurden. Will man zudem noch gehört werden, geht das Spiel weiter.

Technik

Die Grundlage von allem beim Amateurfunk. Ohne die Technik geht einfach nichts. Will man auch in Wettbewerben erfolgreich sein, oder beim DXen, muss man seine Möglichkeiten bestmöglich ausloten. Dazu muss man sie verstehen.

Ausbildung

Alles stirbt ohne Nachwuchs. Auch der Amateurfunk. Daher ist die Ausbildung von neuen Funkamateuren nichts anderes, als ein Akt der Selbsterhaltung. Hierbei vollzieht sich der Wandel vom Anwender der Technik zu dessen Beherrschung. Was sich nicht auf Funktechnik beschränkt.

Selbstbau

Wenn man die Technik verstanden hat, ist der Selbstbau das Maß der Dinge. Dabei geht es nicht um höher, schneller, weiter, sondern darum, technische Probleme zu analysieren, deren Lösung zu durchdenken und sie dann umzusetzen. Passgenau.
Kaufen kann jeder.